Gefahr bei mangelnder Kontaktlinsen-Pflege
Bei mangelnder Hygiene oder falscher Anwendung werden Kontaktlinsen schnell zum Risikofaktor. Hornhautentzündungen und bleibende Schäden sind mögliche Folgen. Es gibt allerdings keinen Grund, aus Angst vor Infektionen auf die praktischen Linsen zu verzichten, denn mit ein wenig Disziplin und Sorgfalt lässt sich das Risiko minimieren. Der wichtigste Punkt ist hierbei die regelmäßige Pflege und Säuberung der Kontaktlinsen.
Vor allem weiche Kontaktlinsen bieten durch das Material Raum für Bakterien, Pilze und Ablagerungen. Sie müssen nach dem Tragen desinfiziert werden. Danach kommen sie über Nacht in eine spezielle Flüssigkeit, die Krankheitserreger abtötet und fernhält. Harte Kontaktlinsen sind zwar weniger anfällig, es gelten aber dennoch die gleichen Hygieneempfehlungen. Wer aus Zeitgründen auf die Reinigung verzichtet, der riskiert seine Gesundheit. Gelangen die Erreger ins Auge, kann das im schlimmsten Fall zum Erblinden führen.
Viele Kontaktlinsen-Träger halten sich zwar an die regelmäßige Reinigung der Linsen, vergessen jedoch den Behälter, in dem die kleinen Sehhilfen aufbewahrt werden. Auch er muss keimfrei sein. Kontaktlinsen und Pflegemittel haben übrigens ein Haltbarkeitsdatum, das unbedingt beachtet werden muss. Vor dem Einsetzen der Kontaktlinsen sollte man sich sorgfältig mit warmem Wasser die Hände waschen. Seife ist in diesem Fall nicht so gut, weil Krümel oder Rückstände mit ins Auge gelangen können, was häufig zu Reizungen führt.
Augenärzte empfehlen in der Regel, die Kontaktlinsen nicht zu lange am Stück zu tragen, denn sie lassen auf Dauer nicht genug Sauerstoff an die Hornhaut. Um Probleme zu vermeiden, sollte man Kontaktlinsen auch tagsüber regelmäßig für mehrere Stunden herausnehmen. Wenn möglich, sollte man gelegentlich zur Brille wechseln, damit sich die Augen erholen können.
Bei weichen Kontaktlinsen ist eine halbjährliche Kontrolluntersuchung beim Augenarzt zu empfehlen. Träger harter Kontaktlinsen müssen sich nur einmal im Jahr einen Termin geben lassen. Sobald es jedoch zu Problemen mit den Augen kommt, ist der Gang in die Praxis Pflicht. In den meisten Fällen lassen sich bei Infektionen schwere Folgeschäden durch eine frühzeitige Behandlung verhindern.